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Märkte
4.
Preis
4.1 Preis
Was ist eigentlich Preis?
Preis ist der in Geld ausgedrückter Tauschwert eines Gutes. In einem marktwirtschaftlichen
System ist der Preis das Ergebnis des Zusammentreffens von Angebot und Nachfrage. Die
Preishöhe kann dabei als ein Indikator für die relative Knappheit der Güter interpretiert
werden.
4.2 Preisbildung
4.2.1 Die Entstehung des Grundpreises
Der Eigentliche Preis setzt sich aus vielen Faktoren zusammen. Es sind zum Beispiel
Rohstoffkosten, Arbeitskosten ausschlaggebend. In der folgenden Auflistung sind einmal die
wichtigsten Merkmale aufgelistet:
Einzelmaterialkosten
+
Materialgemeinkosten
=
Materialkosten
+
Lohneinzelkosten
+
Lohngemeinkosten
=
Herstellungskosten
+
Verwaltungskosten
+
Vertriebskosten
=
Selbstkosten
+
Gewinn
=
Verkaufspreis (kostenorientiert)
(1)
Bei dieser einfachen und in der Praxis verbreiteten Form der Preisermittlung spricht man auch
von der progressiven Preisermittlung. Die Kosten stellen jedoch nur die Basis der
Preisbildung da. Auch berücksichtigt werden müssen die absatzmarktlichen Aspekte. Wenn
ein Betrieb diese nicht berücksichtigt, kann er sich im Extremfall aus dem Markt kalkulieren,
wenn andere Anbieter dieses Produkt zu einem vergleichsweise günstigeren Preis anbieten
können. Weiterhin bereitet die Zuordnung der Gemeinkosten auf den konkreten Kostenträger
oftmals Probleme, so dass gegebenenfalls Kosten auf das falsche Produkt angerechnet
werden. Hier muss Betriebsintern eine kontinuierliche Kontrolle stattfinden.
Wenn es sich bei der Kalkulation um eine Preisbildung eines neuen Produktes handelt, kann
der Anbieter von Plankosten ausgehen, die in einer Vorkalkulation veranschlagt werden. Die
Nachkalkulation erfolgt auf Basis der Istkosten, welche normalerweise höher ausfallen. Hier
ist somit eine genaue Erfassung der Plankosten und eine dauerhafte Kostenkontro lle und
Kostenoptimierung notwendig, damit die Istkosten die Erlöse nicht soweit verringern, dass
das wirtschaftliche Ziel nicht erreicht wird.
(1) Dr. Heiko Burchert, Btriebswirtschaftslehre, München 2000, S. 111
© Christian Terhart
Seite: 8
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