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Marktformen

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WISO Märkte 4. Preis Die ein Oligopol bildenden Unternehmen (z.B. Mineralölkonzerne in Deutschland) fordern daher fast immer den gleichen Preis. Denn Abweichungen sind riskant. Verlangt etwa ein Unternehmen einen höheren Preis und folgen ihm die Konkurrenten nicht, dann wird es mit einem Verlust von Marktanteilen bestraft. Denn seine Kunde wandern zur preisg ünstigeren Konkurrenz ab. Gegebenenfalls wird es seinen Preis wieder senken. Fordert ein Unternehmen jedoch einen niedrigeren Preis, so wird es einen höheren Marktanteil nur dann erreichen, wenn seine Konkurrenten ihre Preise nich t ebenfalls senken. Andernfalls bleibt nicht nur der höhere Absatz aus. Es besteht die Gefahr eines Preiskampfes, bei dem vielleicht ein „Störenfried“ auf der Strecke bleibt. Auf Oligopolmärkten kommt es daher meistens zur Herausbildung einer Preisführerschaft, die in aller Regel das marktmächtigste Unternehmen übernimmt. Denkbar ist auch eine Kartellbildung mit dem Ziel einer gemeinsamen Gewinnmaximierung.   Beides ist nicht unbedingt zum Vorteil des Verbrauchers. Ist der Anbieter Polypolist (einer Vielzahl von Anbietern steht eine Vielzahl von Nachfragern gegenüber), kann er sicher sein, seine Ware abzusetzen, wenn er den Marktpreis verlangt. Erhöht er den Preis, werden die (gut informierten) Nachfrager zur Konkurrenz überlaufen. Unterbietet er den Marktpreis, wird er die Große Nachfrage kaum befriedigen können. Zudem hätte er seine Produktionsmenge auch zum höheren Marktpreis verkaufen können.   Beim Polypol ergibt sich durch die Konkurrenz der Anbieter und Nachfrager ein Gleichgewichtspreis. © Christian Terhart Seite: 10
  
Öko-Kapitalismus: Die industrielle Revolution des 21. Jahrhunderts
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